CT/MR-Zentrum Graz Geidorf

Magnetresonanztomographie – MRT

Die wesentlichen methodischen Faktoren der Magnetresonanztomographie (Kurzbezeichnungen: MRT, MRI, MR, NMR, andere Bezeichnung: Kernspintomographie, KST) sind:

  • ein starkes homogenes Magnetfeld, welchem der Patient beim Liegen im Untersuchungstunnel ausgesetzt ist, (in unserem Institut  1,5 und 3 Tesla stark) und
  • ein Radioimpuls, der die durch das Magnetfeld ausgerichteten Wasserstoffatome im Körper (H+ Ionen) ablenkt.

Im Laufe der MR-Untersuchung wird der Radioimpuls verändert. Daraus resultiert je nach chemischder Struktur und molekularer Umgebung der Wasserstoffatome -somit je nach Gewebstyp – ein MR-Signal in unterschiedlicher Stärke, welches in Form elektrischer Ströme registriert wird (Resonanzphänomen). Die verschiedenen starken Signale werden dann von einem Computersystem verarbeitet und auf Bildern (den MR-Bildern) mit unterschiedlichen Graustufen wiedergegeben. Daraus resultieren der Anatomie des Körpers bzw. seiner pathologischen Veränderungen analoge Schnittbilder. Die diagnostische Beurteilung dieser Schnittbilder erfolgt an einer Befundkonsole.

An unserem Zentrum sind 3 MR-Einheiten installiert:

3.0 Tesla MR-Tomograph Magnetom Skyra (Siemens)

1,5 Tesla MR-Tomograph Magnetom Avanto TIM (Siemens), besonders kurzes Röhrensystem mit entsprechend verringerter Klaustrophobietendenz.

1,5 Tesla MR-Tomograph Magnetom Amira (Siemens)

Ablauf der MRT-Untersuchung

Der Patient muss für die Dauer der Untersuchung (10 bis 30 Minuten) in einem Untersuchungstunnel liegen, in den er mittels eines fahrbaren Untersuchungstisches gelagert wird. Er verspürt dabei keinerlei Schmerzen und auch keine sonstigen Veränderungen. Lediglich ein verhältnismäßig lautes Klopfgeräusch ist hörbar, welches durch die Schaltung der elektronischen Gradienten entsteht. Auf Wunsch kann ein Radioprogramm eingespielt werden. Aufgrund der tunnelartigen Konfiguration der Untersuchungseinheit kommt es bei manchen Patienten zu Platzangstgefühlen, die durch Beruhigung meist beherrscht werden können.

Mit dem an unserem Institut zuletzt installierten MR-Avanto sind Platzangstreaktionen auch insofern minimiert, als das Gerät durch seine komfortable Konfiguration relativ breite Öffnungen am Kopf- und Fußende in der Untersuchungseinheit aufweist und der Patient bei vielen Untersuchungen Fuß voran platziert werden kann.

Da der Patient sich für den Zeitraum der Untersuchung in einem starken Magnetfeld befindet, sind alle metallischen Geräte, wie zum Beispiel Hörgeräte, Schmuck, Haarspangen, Brillen, Taschenmesser, Geld etc., vor der Untersuchung abzulegen. Die Magnetstreifen von Kreditkarten können durch das starke Magnetfeld gelöscht werden, auch bestimmte Arten von Wimperntuschen oder andere Kosmetika sind metallhältig und müssen daher entfernt werden.

Manchmal wird im MR ein weitgehend nebenwirkungsfreies Kontrastmittel in die Vene appliziert.

Wann die MRT-Untersuchung nicht durchgeführt werden soll

Patienten mit Herzschrittmacher
dürfen nicht untersucht werden, da die Gefahr eines Funktionsausfalls des Herzschrittmachers im starken Magnetfeld besteht.

Patienten mit metallischen oder eisernen Teilen oder Splittern im Körper
(zum Beispiel im Rahmen von Verletzung oder Unfall inkorporierte Eisen- oder Metallsplitter), die eventuell durch das starke Magnetfeld innerhalb des Körpers verlagert werden könnten

Cochlea-Implantate und Biostimulatoren
sollten ebenfalls nicht in das Magnetfeld gebracht werden.

Für Osteosynthesematerial bzw. Gefäß- oder Gelenksprothesen
gilt, dass in der Regoin dieser Materialien eine Bildgebung mit MR wegen Suszeptibilitätsartefakten nicht möglich ist. Die Gefahr der Verschleppung der Teile besteht nicht. Somit kann die MRT eines anderen Körperteils prinzipiell durchgeführt werden.

Um die Untersuchung auf diese und andere Gegebenheiten abstimmen zu können, wird dem Patienten vor der Untersuchung ein Fragebogen vorgelegt, den er möglichst genau ausfüllen sollte.