CT/MR-Zentrum Graz Geidorf

Computertomographie – CT

Die Computertomographie ist ein medizinisches Diagnoseverfahren, bei dem mittels Röntgenstrahlung die physikalische Dichte der Gewebe schichtweise registriert und in Form von anatomischen Querschnittsbildern wiedergegeben wird. In der Untersuchungseinheit rotiert eine Röntgenröhre und eine Strahlendetektoreinheit mit konstanter Geschwindigkeit in der Längsachse um den Untersuchungstisch. Aus den daraus gewonnenen Daten können Bilder der aufgenommenen Körperregion in allen Raumebenen rekonstruiert werden. Durch moderne Nachbearbeitungsalgorithmen (interaktive Rekonstruktionen) kann eine im Vergleich zu früheren Gerätetypen deutlich geringere Strahlendosis verwendet werden.

Mit Einführung der Mehrschicht-Spiral-CT Technologie Anfang dieses Jahrtausends erhöhte sich die Schnelligkeit und Genauigkeit der Untersuchung bei geringerer Strahlenexposition. Diesem Fortschritt Rechnung tragend verwenden wir als CT-Einheit einen 128-Detektorzeilen-Tomographen (Somatom Definition AS 128, Siemens). Mit dieser Technologie können sehr empfindliche Untersuchungen wie z.B. Angiographie der Herzkranzgefäße oder Hirnarterien durchgeführt werden.

Die Mehrschicht-Spiral-Technologie erlaubt eine Rekonstruktion der Körperschnitte in allen beliebigen Raumrichtungen mit gleicher Auflösung wie die 0,6 mm dicken Primärschichten. Daraus ist auch eine optimierte Erstellung von Darstellungen in 3D möglich. Durch neue Rekonstruktionsalgorithmen können viele Untersuchungen im Low-Dose-Verfahren durchgeführt werden.

Ablauf der CT-Untersuchung

Der Patient liegt in bequemer Rückenlage auf den Untersuchungstisch.

Der Scanvorgang selbst nimmt nur wenige Sekunden in Anspruch. In manchen Fällen ist es notwendig ein Kontrastmittel intravenös zu applizieren, dabei kann der Patient eventuell ein geringes Wärmegefühl verspüren.

Für Untersuchungen des Bauch- und Beckenbereiches ist es meist notwendig vor der Untersuchung, verteilt auf ca. 45 bis 60 Minuten ein Kontrastmittel zu trinken, das vom Körper nicht weiter aufgenommen wird sondern in den nächsten Stunden und Tagen mit dem Stuhl wieder ausgeschieden wird.

Wann die CT-Untersuchung nicht durchgeführt werden soll

Schwangere
Aus prinzipiellen Erwägungen werden bei Schwangeren – außer für lebensnotwendige Fragestellungen („vitale Indikation“) – Computertomogramme nicht aufgenommen.

Kontrastmittel-Unverträglichkeit
Sollte beim Patienten eine Kontrastmittel-Unverträglichkeit bekannt sein oder eine stark eingeschränkte Nierenleistung vorliegen, wird kein Kontrastmittel in die Venen appliziert (davon unberührt ist das Trinken von Kontrastmittel vor Bauchuntersuchungen, das vollkommen harmlos ist).

ACR Contrastmedia – Download PDF